Notice

Richtlinien für Bildschirmarbeitsplatz

Text aus dem "Anhang über an Bildschirmarbeitsplätzen zu stellende Anforderungen" der Bildschirmarbeitsverordnung, Abschnitt Arbeitsumgebung, Kriterium Beleuchtung

 

Planungsempfehlung und Gütemerkmale nach Normen und Regeln der Beleuchtung
Abschnitt 15
"Die Beleuchtung muß der Art der Sehaufgabe entsprechen und an das Sehvermögen der Benutzer angepaßt sein;
DIN 5035, Teile 1,2 und 7 enthalten zahlenmäßige Festlegungen über folgende Gütemerkmale der Beleuchtung: Beleuchtungsstärke und deren Gleichmäßigkeit, ausgewogene Leuchtdichteverteilung im Gesichtsfeld, Lichtfarbe und Farbwiedergabe, Schattigkeit.
Die Sicherheitsregel ZH 1/190 fordert bei höherer Wahrnehmungsgeschwindigkeit und kleinen Details sowie bei geringen Kontrasten die Sehaufgabe höhere Beleuchtungsstärken als DIN 5035-2
dabei ist ein angemessener Kontrast zwischen Bildschirm und Umgebung zu gewährleisten.

 

Bezüglich des Kontrastes enthält DIN5035-1 Abschnitt 4.3 "Leuchtdichteverteilung im Gesichtsfeld im Innenraum" entsprechende Planungshinweise, ebenso DIN5035-7 in Abschnitt 3.3 "Leutdichteverteilung im Raum und Gestaltung der Oberflächen"
DIN 66234-7 gibt den Hinweis:
Empfohlene Werte des mittleren Reflexionsgrades der Decke sind 0,7, der Wände 0,5 des Bodens 0,2 und der Oberflächen von Einrichtungsgegenständen und Stellwänden zwischen 0,2 und 0,5.
Bei hellen Zeichen auf dunklem Untergrund (Extremfall der Negativdarstellung) sind Leuchtdichteunterschiede zwischen dem dunklen Bildschirmhintergrund und der Umgebung des Bildschirmes von bis zu 1:20 ohne Verminderung der Arbeitsleistung zulässig.
Durch die Gestaltung der Bildschirmarbeitsplätze sowie die Auslegung und Anordnung der Beleuchtung sind störende Blendwirkungen, Reflexionen oder Spiegelungen auf dem Bildschirm und den sonstigen Arbeitsmitteln zu vermeiden DIN5035-7 enthält im Abschnitt 3.4.1 "Begrenzung der Direktblendung" und in Abschnitt 3.4.2 "Begrenzung der Reflexblendung" entsprechende Planungshinweise.

Im Abschnitt4 von DIN5035-7 "Planung der Beleuchtung" sind Angaben bezüglich der Zuordnung von Leuchten und Bildschirmarbeitsplätzen sowie zur Wahl der Beleuchtungsart gemacht.

In der gleichen Norm, Abschnitt 4.3 "Abschirm- und Blendschutzmaßnahmen" werden für Bildschirmunterstützte Arbeitsplätze Gerätebezogene Maßnahmen, wie z.B. eine geringere Bildschirmneigung, als Mittel zur Vermeidung störender Reflexe auf Bildschirmen empfohlen.

Für Beleuchtungssysteme mit zusätzlicher Einzelplatzbeleuchtung gelten die in DIN 5035-8 festgelegten Anforderungen an die Einzelplatzbeleuchtung, insbesondere hinsichtlich der maximalen Beleuchtungsstärke der Einzelplatzbeleuchtung und deren Begrenzung der Direkt- und Reflexblendung, wobei dich die Begrenzung der Reflexblendung auf horizontale Sehaufgaben bezieht und mit dem Kontrastwiedergabefaktor beschreiben werden kann.

Abschnitt 16

"Bildschirmarbeitsplätze sind so einzurichten, daß leuchtende oder beleuchtete Flächen keine Blendung verursachen

Die Begrenzung der Direktblendung ist gem. des in DIN5035-1 beschriebenen Blendungsbewertungsverfahrens zu beurteilen. Für Bildschirmarbeitsplätze gilt ferner DIN 5035-7, Abschnitt 3.4 "Begrenzung der Blendung". Danach darf die mittlere Leuchtdichte von Raumbegrenzungsflächen, Fenstern und Einrichtungsgegenständen die sich im Bildschirm spiegeln können, den Wert 200cd/m² (Maximalwert 400cd/m²) nicht überschreiten
und Reflexionen auf dem Bildschirm soweit wie möglich vermieden werden Hinsichtlich der Beurteilung möglicher Reflexblendung auf dem Bildschirmen gilt DIN 5035-7, Abschnitt3.4.2

Für Einzelplatzbeleuchtung im Büro oder Büroähnlichen Räumen enthält DIN 5035-8 spezielle Festlegungen u.a. zur maximal zulässigen Beleuchtungsstärke der Einzelplatzbeleuchtung, die von der Höhe der Beleuchtungsstärke der Allgemeinbeleuchtung abhängig ist, ferner auch Hinweise zur Begrenzung der Direktblendung  zur Bestimmung er Kontrastwiedergabe auf horizontalen Lese-/Schreibflächen, um auch solche störenden Reflexe zu begrenzen.

Die Fenster müssen mit einer geeigneten, verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein, durch die sich die Stärke des Tageslichtes auf dem Bildschirmarbeitsplatz vermindern läßt" Bezüglich der Tageslichtreduktion existieren keine Normen. Der Grad der Reduzierung des Tageslichtes ergibt sich jedoch aus den oben bereits erwähnten Empfehlungen hinsichtlich der Ausgewogenheit der Leuchtdichten im Gesichtsfeld.